Hintergrund und Kontext der Studie
Noch vor wenigen Jahrzehnten wurde der Begriff Ruhestand meist mit Müßiggang und/oder Rückzug assoziiert. Der demographische Wandel, der medizinische Fortschritt und der damit verbundene Zugewinn an Lebenszeit erlauben uns heute jedoch meist - bis ins hohe Alter - aktiv und produktiv zu bleiben.
Mit dieser Entwicklung gingen zunehmend auch Veränderungen der gesellschaftlichen und medial propagierten Altersbilder einher. Unlängst ist das Bild des gebrechlichen Greises durch das des abenteuerlichen, jung gebliebenen und aktiven Seniors ersetzt worden.
Zielsetzung
Die Frage, wie der Zugewinn an Lebenszeit aktiv gestaltet und effizient genutzt werden kann, stellt die jung gebliebenen Senioren heute vor eine Vielzahl von Möglichkeiten – und wer die Wahl hat, der hat bekanntlich auch die Qual. Wie nutze ich meine neu gewonnene Freiheit?
Viele Senioren verpflichten sich nach dem Austritt aus dem Arbeitsleben neuen Aufgaben und übernehmen ehrenamtliche Tätigkeiten in Vereinen oder Organisationen.
o Was motiviert Menschen sich im Ruhestand ehrenamtlich zu engagieren?
o Welche Rolle spielen Persönlichkeitsmerkmale, Erfahrungen, Werthaltungen, Wünsche, sowie kontextuelle Faktoren?
In einem erstmalig in Luxemburg durchgeführten Pilot-Projekt wurden von August bis November 2011 ehrenamtlich engagierte Senioren zu ihren Leitmotiven befragt.