
Die Europäische Kommission hat das Jahr 2012 zum „Europäischen Jahr für aktives Altern und der Solidarität zwischen den Generationen“ erklärt.
Hintergrund ist die Tatsache, dass sich die EU in einem Prozess starker demografischer Alterung befindet. Ab 2012 wird in Europa die Bevölkerung der über 65-Jährigen jährlich um etwa zwei Millionen ansteigen. Der stärkste Zuwachs wird zwischen 2015 und 2035 erwartet, wenn die sogenannten geburtenstarken Jahrgänge in den Ruhestand eintreten werden.
Auch in Luxemburg wird der Prozentsatz der über 65-Jährigen kontinuierlich ansteigen, von derzeit 14% auf 25% im Jahr 2060 .
Das Europäische Jahr des aktiven Alterns und der Solidarität zwischen den Generationen soll uns aus diesem Grund die Gelegenheit geben, darüber nachzudenken und uns der Chancen bewusst zu werden, dass wir Europäer länger leben und länger gesund bleiben als je zuvor.
Das Europäische Jahr soll der zunehmenden Zahl älterer Menschen helfen, eine aktive Rolle in der Gesellschaft zu übernehmen und ein möglichst unabhängiges Leben zu führen. Die Herausforderung betrifft unterschiedliche Bereiche, v.a. Gesundheitsvorsorge, Erwachsenenbildung, ehrenamtliches Engagement, Freizeit, Mobilität, Dienstleistungen im Sozial-, Hilfe- und Pflegebereich. Diese sollten möglichst auf die spezifischen Bedürfnisse und Interessen älterer Personen angepasst sein. Aktives Altern bedeutet, möglichst gesund älter zu werden, mehr Erfüllung in der Arbeit oder sonstigem Engagement zu finden, sowie sich im täglichen Leben unabhängiger und als Bürger eingebundener zu fühlen.
Aktives Altern ist ebenfalls der Schlüssel zur Wahrung der Solidarität zwischen den Generationen. Der wachsende Anteil älterer und alter Menschen wird oft einseitig als Belastung gesehen. Dabei verfügen Senioren über ein großes Potenzial, um noch einen aktiven und wertvollen Beitrag für unsere Gesellschaft leisten zu können. Sie verfügen über wertvolle Fähigkeiten und Erfahrungen, von denen die jüngere Generation profitieren kann. Wir brauchen Orte – Schulen, Strukturen für Kinderbetreuung, Vereine, Stadtteilzentren – an denen unterschiedliche Generationen zusammenkommen und voneinander lernen können.
In Luxemburg ist das Ministerium für Familie und Integration in Kooperation mit dem Ministerium für Gesundheit und dem Ministerium für Arbeit und Beschäftigung verantwortlich für die Umsetzung der Ziele des Europäischen Jahres 2012.
Mehr Informationen zum „Europäischen Jahr für aktives Altern und der Solidarität zwischen den Generationen“ finden Sie unter: http://ec.europa.eu/social/ey2012.jsp?langId=de und unter http://www.luxsenior.lu
Für die kommenden Wochen sind verschiedene Veranstaltungen geplant. Sie können das genaue Programm bei uns telefonisch unter Tel: 36 04 78 27 anfragen